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Wissenstrieb statt Eigennutz?

Die Süddeutsche Zeitung beleuchtet in einem aktuellen Artikel die Vor- und Nachteile kollektiver Zusammenarbeit mit Hilfe des Web. Schön ist, dass dabei auch eine Differenzierte Sichtweise eingenommen wird und Kollektive Intelligenz nicht pauschal als Allheilmittel oder Sinnloswissen bezeichnet wird.


Neben der kollektiven Erstellung von textlichen und Medien-Inhalten werden auch Prognosemärkte erwähnt. Prognosemärkte generieren anders als Blogs oder Texte noch Bilder, sondern Zahlen. Das besondere dabei ist, dass diese Zahlen selbst das gemeinsame Wissen aller Teilnehmer vereinen.


Während Blogs in dem Artikel nicht so gut abschneiden, schlagen sich die Prognosemärkte sehr gut, da sie „frappant häufiger richtig [liegen] als die Einzelexperten und die Demoskopie.“ Für demokratische Entscheidungen eignet sich ein Prognosemarkt nur bedingt, denn in Prognosemärkten bestimmen ja diejenigen, welche die besten Prognosen machen das Ergebnisse und nicht die Mehrheit. Daher sollte man die für Prognosen gedachte Meritokratie von EPMs nicht mit demokratischen Entscheidungen verwechseln.

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